Aktuelle Veranstaltungstermine

Donnerstag, 30 Januar 2020 | 15.00 Uhr

Medizin in Göttingen im Nationalsozialismus – Rolle der Hebammen | Ein Stadtteilrundgang

mit Cornelia Krapp, Geschichtswerkstatt Göttingen

Start/Treffpunkt: Schranke Goßlerstraße / Ecke Käte-Hamburger-Weg, Göttingen

Der Rundgang über das Gelände des alten Universitätsklinikums zwischen Goßlerstraße und Humboldtallee gibt eine Einführung in die Göttinger Klinikumsgeschichte und die Entwicklung der Medizinischen Fakultät in der NS-Zeit. Schwerpunktthemen sind Zwangssterilisationen in der Frauenklinik, die Rolle von Hebammen in der NS-Zeit sowie Zwangsarbeiter_innen als Patient_innen und Personal im Klinikum. Der Rundgang endet im Bereich Humboldtallee.

Der Rundgang ist kostenlos, um eine Spende wird gebeten.

Veranstaltet von der Geschichtswerkstatt Göttingen e.V. im Rahmen der Göttinger Veranstaltungsreihe „Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus – Eine Veranstaltungsreihe: 9. November - 27. Januar"

10. November 2019 bis 2. Februar 2020

4074 Tage | Tatorte des NSU | Eine Fotoausstellung

4074 Tage lagen zwischen dem ersten und dem letzten Mord des „Nationalsozialistischen Untergrunds" (NSU). Zehn Menschen haben die Rechtsterroristen des NSU in dieser Zeit erschossen, alle an ihrem Arbeitsplatz. Die Fotografin Gabriele Reckhard hat mit ihrer Kamera genauer hingesehen – auf das, was für die Familien jahrelang die einzige Gewissheit war: die Tatorte, an denen ihre Angehörigen ermordet wurden.

Bis zur Selbstenttarnung des NSU im November 2011 mussten die Familien nicht nur mit dem gewaltsamen Tod ihrer Angehörigen leben. Sie waren zudem der Verunglimpfung, Ignoranz und Kriminalisierung durch Ermittlungsbehörden, Medien und Öffentlichkeit ausgesetzt. Auch nach Ende des fünf Jahre dauernden Strafprozesses im Sommer 2018 sind wichtige Fragen weiter offen. Was bleibt, ist die Verantwortung, genauer hinzusehen, um die politischen Hintergründe der Morde aufzuklären und die Ursachen für Rassismus und Rechtsextremismus, Nationalismen und Hass zu bekämpfen.

Der Eintritt zur Ausstellung und zu den Veranstaltungen ist frei, um eine Spende wird
gebeten.

Vernissage | Sonntag, 10.11.2019, 14.00 - 16.00 Uhr

Thematische Einführung mit Annegrit Berghoff, Bündnis „kein Schlussstrich", Göttingen
Ausstellungsführung mit der Fotografin Gabriele Reckhard, Schwelm

Offene Ausstellungsführungen

mit Roland Zeyen, Geschichtswerkstatt Duderstadt

Sonntag, 24.11.2019, 14.00 Uhr
Dienstag, 10.12.2019, 17.30 - 19.45 Uhr | Zusammen mit dem Bildungswerk ver.di
Sonntag, 19.01.2020, 14.00 Uhr

Tatort: NSU
Angebot für Schulklassen ab Klassenstufe 10 und Jugendgruppen

mit Frauke Klinge | Wolfgang Muhs | Annika Fischer

Zum Besuch der Fotoausstellung „4074 Tage – Tatorte der NSU" bieten wir jungen Menschen ab etwa 15 Jahre einen kostenlosen Workshop mit spezieller Führung an: ein 90-minutiges oder ein 135-minutiges (ausführlicher mit Gruppenarbeit und Diskussion) Programm. Hier erkunden die Schüler_innen die Geschichten hinter den Tatorten und nehmen darüber hinaus auch gegenwärtige Entwicklungen der rechtsterroristischen Szene in den Blick.

Für Schulklassen und Jugendgruppen ist eine Anmeldung erforderlich!
Sie erreichen uns unter info@zwangsarbeit-in-niedersachsen.eu oder 0551 / 29 34 69 01.

Finissage, aber kein Schlussstrich! | Sonntag, 02.02.2020, 14.00 - 16.00 Uhr

Vortrag „Es ist noch lange nicht zu Ende" mit Ayşe Güleç, Initiative 6. April, Kassel
Ausstellungsführung mit Roland Zeyen, Geschichtswerkstatt Duderstadt

Veranstaltet von der Geschichtswerkstatt Göttingen e.V. und der Dauerausstellung „Auf der Spur europäischer Zwangsarbeit. Südniedersachsen 1939-1945" in Kooperation mit dem Haus der Kulturen Göttingen im Rahmen der Göttinger Veranstaltungsreihe „Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus – Eine Veranstaltungsreihe: 9. November - 27. Januar"

Gefördert durch: Partnerschaft für Demokratie der Stadt Göttingen | Jugendhilfe Göttingen e.V. und Geschichtswerkstatt Göttingen e.V.

*Die Ausstellung liegt ebenerdig und mit separatem Eingang im Gebäude der BBS II, zu Fuß kaum fünf Minuten vom Westausgang des Göttinger Bahnhofs entfernt. Parkmöglichkeiten: Vor dem Ausstellungsraum gibt es nur wenige Kurzzeit-Parkplätze. Es ist empfehlenswert, den Parkplatz Schützenplatz auf der anderen Seite der Godehardstraße zu nutzen (Zufahrt über Hildebrandstraße, siehe Wegweiser) und zu Fuß über die Straße zum Ausstellungs-Eingang an der Godehardstraße zu gehen.

Sonntag, 2. Februar 2020 | 14.30 Uhr

Es ist noch lange nicht zu Ende | Kassel nach den rechtsextremen Morden an Halit Yozgat und Walter Lübcke

Vortrag und Diskussion mit Ayşe Güleç, Initiative 6. April, Kassel


Ort: Dauerausstellung „Auf der Spur europäischer Zwangsarbeit. Südniedersachsen 1939-1945"

Auch mehr als 13 Jahre nach der Ermordung des Kasselers Halit Yozgat durch den rechtsterroristischen NSU kann und darf kein Schlussstrich gezogen werden. Zu viele Fragen sind immer noch offen: nach der Rolle des Verfassungsschützers Andreas Temme, der am Tatort gewesen ist, nach den Akten des Verfassungsschutzes, die noch für Jahrzehnte gesperrt bleiben sollen, nach den Unterstützer_innen, die der NSU in Kassel gehabt haben muss. Wie tödlich die Gefahr ist, die von der örtlichen Neonazi-Szene bis heute ausgeht, hat der Mordanschlag auf den Kasseler Regierungspräsidenten Walter Lübcke am 2. Juni 2019 gezeigt.

Die Veranstaltung ist Teil der Finissage der Fotoausstellung „4074 Tage | Tatorte des NSU".
Der Eintritt zur Ausstellung und zu den Veranstaltungen ist frei, um eine Spende wird
gebeten.

Veranstaltet von der Geschichtswerkstatt Göttingen e.V. und der Dauerausstellung „Auf der Spur europäischer Zwangsarbeit. Südniedersachsen 1939-1945" in Kooperation mit dem Haus der Kulturen Göttingen im Rahmen der Göttinger Veranstaltungsreihe „Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus – Eine Veranstaltungsreihe: 9. November - 27. Januar"

*Die Ausstellung liegt ebenerdig und mit separatem Eingang im Gebäude der BBS II, zu Fuß kaum fünf Minuten vom Westausgang des Göttinger Bahnhofs entfernt. Parkmöglichkeiten: Vor dem Ausstellungsraum gibt es nur wenige Kurzzeit-Parkplätze. Es ist empfehlenswert, den Parkplatz Schützenplatz auf der anderen Seite der Godehardstraße zu nutzen (Zufahrt über Hildebrandstraße, siehe Wegweiser) und zu Fuß über die Straße zum Ausstellungs-Eingang an der Godehardstraße zu gehen.

Sonntag, 1. März 2020 | 14:30 Uhr

NS-Zwangsarbeit in Südniedersachsen | Eine Führung durch die Ausstellung „Auf der Spur europäischer Zwangsarbeit“

mit Günther Siedbürger, Co-Ausstellungskurator, Göttingen


Ort: Ausstellungsraum in der BBS II, Godehardstraße 11 in Göttingen

Zwangsarbeit war das nationalsozialistische Unrecht, das die größte Anzahl an Menschen traf. Die Dauerausstellung „Auf der Spur europäischer Zwangsarbeit. Südniedersachsen 1939-1945" zeigt, wie das in der Region aussah. Zur Arbeit gezwungene Ausländer*innen waren in praktisch jedem Bereich der deutschen Kriegswirtschaft tätig, überall in den Städten und Dörfern präsent und schwebten in ständiger Gefahr. Diese Überblicksführung geht auf die Lebenswege einzelner Zwangsarbeitender ein, beleuchtet Zwangs-Arbeitsplätze in Südniedersachsen, erklärt den Zusammenhang zwischen Zwangsarbeit und NS-Ideologie und stellt die verschiedenen europäischen Perspektiven auf dieses Verbrechen dar.

Der Eintritt zur Ausstellung und zur Führung ist frei, um eine Spende wird gebeten.

Voranmeldung: info@zwangsarbeit-in-niedersachsen.eu oder
Tel. 0551 / 50 76 45 54

Veranstaltet von der Dauerausstellung „Auf der Spur europäischer Zwangsarbeit in Südniedersachsen 1939-1945" und der Geschichtswerkstatt Göttingen e.V.

Darüber hinaus hat die Ausstellung am 1. März 2020 von 14:00 - 17:00 Uhr für Einzelbesucher geöffnet.

*Die Ausstellung liegt ebenerdig und mit separatem Eingang im Gebäude der BBS II, zu Fuß kaum fünf Minuten vom Westausgang des Göttinger Bahnhofs entfernt. Parkmöglichkeiten: Vor dem Ausstellungsraum gibt es nur wenige Kurzzeit-Parkplätze. Es ist empfehlenswert, den Parkplatz Schützenplatz auf der anderen Seite der Godehardstraße zu nutzen (Zufahrt über Hildebrandstraße, siehe Wegweiser) und zu Fuß über die Straße zum Ausstellungs-Eingang an der Godehardstraße zu gehen.