Archiv ehemaliger Veranstaltungen

Informationen zu bereits durchgeführten Veranstaltungen seit September 2012 sind nachfolgend dokumentiert. Die ältesten Termine stehen am unteren Ende der Seite.

Sonntag, 11. November 2018 | 14:00-17:00 Uhr

Zwangsarbeit im Nationalsozialismus. Eine Spurensuche | Workshop für Alle

Mit Petra Zeyen, Geschichtswerkstatt Göttingenund Roland Zeyen, Geschichtswerkstatt Duderstadt

Ort: Dauerausstellung „Auf der Spur europäischer Zwangsarbeit. Südniedersachsen 1939-1945" am Standort der BBS II | Godehardstraße 11, Göttingen

Über 12 Mio. Zivilarbeitskräfte, Konzentrationslager-Häftlinge und Kriegsgefangene aus allen besetzten Gebieten mussten im Verlauf des Zweiten Weltkrieges in Deutschland Zwangsarbeit leisten. In der Ausstellung "Auf der Spur europäischer Zwangsarbeit Südniedersachsen 1939 - 1945" wird es eine Annäherung an dieses Kapitel deutscher Vergangenheit geben durch Quellenstudium, Zeitzeugeninterviews und dem Erstellen einzelner Biographien.

Der Workshop sowie Getränke sind kostenlos, um eine Spende wird gebeten.


Voranmeldung:
E-Mail: info@zwangsarbeit-in-niedersachsen.eu oder telefonisch unter 0551 /29 34 69 01

Veranstaltet von der Ausstellung „Auf der Spur europäischer Zwangsarbeit, Südniedersachsen 1939-1945" und der Geschichtswerkstatt Göttingen e.V. im Rahmen der Göttinger Veranstaltungsreihe „Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus – Eine Veranstaltungsreihe: 9. November - 27. Januar"

Sonntag, 11. November 2018 | 11:30 Uhr

Vortrag | Spott dem Naziregime

mit Frank Schroeder, Ausstellungsmacher und Leiter des Musée national de la Résistance, Esch-sur-Alzette, Luxemburg

Ort: Dauerausstellung „Auf der Spur europäischer Zwangsarbeit. Südniedersachsen 1939-1945" am Standort der BBS II | Godehardstraße 11, Göttingen

Telefon | 0551 / 29346901 - E-Mail | info@zwangsarbeit-in-niedersachsen.eu
Website | www.zwangsarbeit-in-niedersachsen.eu

Der Vortrag handelt vom aufschlussreichen und kritischen Blick des Karikaturisten einer kleinen, sozialistischen Zeitung aus Luxemburg über die Mosel hinüber, auf das NS-Regime der 30er Jahre. Er zeigt den Druck und die Bedrohung, die Nazi-Deutschland für ihn, für sein Land und für Europa darstellte. Er greift auf, wie eine lokale Widerstandsbewegung im besetzten Luxemburg Zeichnungen und Karikaturen in ihrem Kampf gegen die Nazis eingesetzt hat. Und es zeigt, wie sensibel eine Diktatur auf Schmähungen reagieren kann.

Veranstaltet von der Ausstellung „Auf der Spur europäischer Zwangsarbeit, Südniedersachsen 1939-1945", der NS-Familien-Geschichte e.V. und der Geschichtswerkstatt Göttingen e.V. im Rahmen der Göttinger Veranstaltungsreihe „Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus – Eine Veranstaltungsreihe: 9. November - 27. Januar

* Die Ausstellung liegt ebenerdig und mit separatem Eingang im Gebäude der BBS II, zu Fuß kaum fünf Minuten vom Westausgang des Göttinger Bahnhofs entfernt. Parkmöglichkeiten: Vor dem Ausstellungsraum gibt es nur wenige Kurzzeit-Parkplätze. Es ist empfehlenswert, den Parkplatz Schützenplatz auf der anderen Seite der Godehardstraße zu nutzen (Zufahrt über Hildebrandstraße, siehe Wegweiser) und zu Fuß über die Straße zum Ausstellungs-Eingang an der Godehardstraße zu gehen.

Sonntag, 4. November 2018 | 14:30 - 16:00 Uhr

Kinder und Jugendliche in der NS-Zwangsarbeit Eine | Führung durch die Ausstellung „Auf der Spur europäischer Zwangsarbeit“

mit Tabea Hildebrandt, Geschichtsstudentin

Ort: Dauerausstellung „Auf der Spur europäischer Zwangsarbeit. Südniedersachsen 1939-1945" in der BBS II, Göttingen, Godehardstraße 11


Bis zu 60.000 Menschen mussten während des Zweiten Weltkriegs in Göttingen und Umgebung Zwangsarbeit leisten. Viele von ihnen waren noch sehr jung – einige waren Jugendliche oder sogar Kinder. In dieser thematischen Führung durch die Dauerausstellung „Auf der Spur europäischer Zwangsarbeit. Südniedersachsen 1939-1945" werden fünf dieser jungen Zwangsarbeitenden vorgestellt. Erst zwischen fünf und 21 Jahren alt waren sie, als sie in Polen, der Sowjetunion, den Niederlanden oder Italien von Wehrmachtssoldaten aus ihren Heimatdörfern entführt und nach Südniedersachsen deportiert wurden. Wie sah ihr Leben in der Zwangsarbeit aus? Welche rassistischen Gesetze und Vorurteile bestimmten ihre Überlebenschancen und Handlungsstrategien? Wie empfanden sie ihre Befreiung 1945 und welche Spielräume hatten sie danach, ihr Leben zu gestalten?


Die Führung ist kostenlos, um eine Spende wird gebeten.
Voranmeldung: info@zwangsarbeit-in-niedersachsen.eu oder Tel. 0551 / 50 76 45 54

Darüber hinaus hat die Ausstellung am 4. November 2018 von 14.00-17.00 Uhr für Einzelbesucher geöffnet.

Veranstaltet von der Dauerausstellung „Auf der Spur europäischer Zwangsarbeit in Südniedersachsen 1939-1945" und die Geschichtswerkstatt Göttingen e.V.

19 | August 2018 bis 26 | Oktober 2018

Sonderausstellung | 45 Jahre Bürgerrechtsarbeit deutscher Sinti und Roma

 

Öffnungszeiten |
mittwochs & freitags 10-14 h
1. / 3. Sonntag im Monat 14-17 h
und für Gruppen nach Vereinbarung

 

Ort |
Dauerausstellung Auf der Spur europäischer Zwangsarbeit. Südniedersachsen 1939-1945

Godehardstraße 11 | Göttingen

 

 

 

Die Ausstellung „45 Jahre Bürgerrechtsarbeit deutscher Sinti und Roma" zeigt die Meilensteine der Bürgerrechtsarbeit von der Gründung des damaligen „Zentral-Komitees der Sinti West-Deutschlands" im Jahr 1971 bis zur heutigen Arbeit des Zentralrats Deutscher Sinti und Roma. Fotografien aus fünf Jahrzehnten lenken den Blick auf bekannte und bisher weniger bekannte Ereignisse der Bürgerrechtsarbeit.

Nach dem Zweiten Weltkriegs wurden die NS-Verbrechen an Sinti und Roma über Jahrzehnte hinweg beschwiegen und die Überlebenden erneut ausgegrenzt und ins Abseits gedrängt. Die Verantwortlichen des Völkermordes hingegen konnten in vielen Fällen als respektierte Mitglieder der westdeutschen Nachkriegsgesellschaft weiterleben und ohne Angst vor Bestrafung ihre Karrieren fortsetzen. Der Völkermord an den Sinti und Roma wurde systematisch geleugnet, insbesondere durch ehem. Angehörige des Reichssicherheitshauptamtes, die in der BRD wieder hohe Positionen in Polizeibehörden innehatten.

Die Ausstellung wurde konzipiert vom Team des Zentralrats Deutscher Sinti und Roma und zeigt, wie es der Bürgerrechtsbewegung deutscher Sinti und Roma gelungen ist, die NS-Vergangenheit zum gesellschaftlichen Thema zu machen und immer wieder erfolgreich für die Belange der Minderheit einzutreten. Neben vielen einzelnen Persönlichkeiten werden die aufsehenerregenden Aktionen, wie etwa der Hungerstreik im ehem. Konzentrationslager Dachau 1980, näher beleuchtet Dabei kann die Bürgerrechtsarbeit noch lange nicht als abgeschlossen betrachtet werden, somit richtet sich die Ausstellung auch an junge Menschen, die diesen Weg weiter gehen. In Anbetracht eines bis heute weit verbreiteten Antiziganismus und der schwierigen Lage von Sinti und Roma in vielen Ländern Europas, handelt es sich um die historische Einbettung eines sehr aktuellen Themas.

Eintritt frei | Spenden erwünscht

Flugblatt [Download]

Vernissage | Sonntag, 19. August | 14 Uhr

Programm

Führung durch die Ausstellung mit Ilona Lagrene | Aktivistin, Heidelberg
Dokumentarfilm „The Awakening" & Diskussion mit Kenan Emini | Regisseur, Roma Center Göttingen

Die langjährige Bürgerrechts-Aktivistin Ilona Lagrene aus Heidelberg wird anlässlich der Vernissage durch die Ausstellung führen. Im Anschluss zeigen wir den Film The Awakening. Der Dokumentarfilm zeigt Momentaufnahmen der politischen und sozialen Lage von Roma in Europa. Es handelt sich dabei um eine Art „Work in Progress", da die Aufnahmen regelmäßig aktualisiert werden, um die neuesten Entwicklungen zu dokumentieren.

Rahmenprogramm |

Workshop mit Führung |
Bürgerrechtsarbeit

mit Referent*innen des Dokumentations- und Kulturzentrums Deutscher Sinti und Roma, Berliner Büro

Sonntag, 23. September | 14 - 18 Uhr | Alle Interessierten
Montag, 24. September | 10 - 15 Uhr | Multiplikator*innen

Teilnehmer*innenzahl ist begrenzt | bitte Voranmeldung
0551 / 29 34 69 01 | info@zwangsarbeit-in-niedersachsen.eu


Vortrag |
Dr. Robert Ritter | Kriminal- und erbbiologische Selektion bei Jugendlichen der KZs Moringen und Uckermark

mit Andreas Kohrs, Göttingen

Donnerstag, 25. Oktober | 19 Uhr

In den Jugend-KZs Moringen und Uckermark inhaftierte Jugendliche wurden unter „rassehygienischen" Gesichtspunkten selektiert. Im Göttinger Klinikum wurden dann auf Veranlassung Ritters Zwangssterilisationen an Jugendlichen aus dem KZ Moringen vorgenommen. Damit beschäftigt sich Andreas Kohrs, der die Jugend-KZs seit den 80iger Jahren erforscht.


Ein Workshop über Rassimus, Asyl und Bleiberecht für Schulklassen und Jugendgruppen |
Zukunft für Alle

mit Sandra Goerend, Roma Center Göttingen e.V.

Dauer: 2 Stunden | Weitere Informationen hier
10 bis 20 Teilnehmer*innen pro Gruppe |
Anmeldevorlauf bitte mindestens eine Woche | 0551 / 29 34 69 01 | info@zwangsarbeit-in-niedersachsen.eu

 

Eine Kooperation der Dauerausstellung „Auf der Spur europäischer Zwangsarbeit. Südniedersachsen 1939-1945"mit |
Zentralrat Deutscher Sinti und Roma
Dokumentations- und Kulturzentrum Deutscher Sinti und Roma, Heidelberg
Roma Center Göttingen e.V.
Roma Antidiscrimination Network RAN
Geschichtswerkstatt Göttingen e.V.

Donnerstag, 25. Oktober 2018 | 19:00 Uhr

Dr. Robert Ritter | Kriminal- und erbbiologische Selektion bei Jugendlichen der KZs Moringen und Uckermark | Ein Vortrag

mit Andreas Kohrs, Göttingen

Ort: Ausstellungsraum in der BBS II, Godehardstraße 11 in Göttingen
Einlass 18.00 Uhr

In den Jugend-KZs Moringen und Uckermark inhaftierte Jugendliche wurden unter „rassehygienischen" Gesichtspunkten selektiert. Im Göttinger Klinikum wurden dann auf Veranlassung Ritters Zwangssterilisationen an Jugendlichen aus dem KZ Moringen vorgenommen. Damit beschäftigt sich Andreas Kohrs, der die Jugend-KZs seit den 80er Jahren erforscht.

Veranstaltet von der Dauerausstellung „Auf der Spur europäischer Zwangsarbeit in Südniedersachsen 1939-1945" und die Geschichtswerkstatt Göttingen e.V.

Mittwoch, 24. Oktober 2018, 19:00 Uhr

Anarchismus und Gewaltkritik | Vortrag und Diskussion mit Lou Marin über Albert Camus' Positionen zur Algerienfrage

Ort: Buchladen Rote Straße, Nikolaikirchhof 7, Göttingen

Der Bruch zwischen Albert Camus und Jean-Paul Sartre, der sich nach der Veröffentlichung von Camus' theoretischem Hauptwerk „Der Mensch in der Revolte" 1951/1952 entwickelte, war eine der prägenden intellektuellen Auseinandersetzungen des 20. Jahrhunderts.

Es war jedoch kein Bruch zwischen westlich-demokratischem Humanismus und revolutionärem Marxismus innerhalb des Kalten Krieges, sondern ein Bruch, der durch Camus' libertär inspirierte Kritik der Geschichtsphilosophie von Satre geprägt war. Die Kontroverse setzte sich bis zu Camus' Tod 1960 am Beispiel des Algerienkrieges bzw. des Streits um die Solidarität mit der nationalen Befreiungsfront Algeriens FLN fort. Camus unterstützte eine stärker föderalistische und weniger gewaltbefürwortende antikoloniale Bewegung Algeriens, die MNA (Mouvement national algérien) um den algerischen Gewerkschafter Messali Hadj.

Lou Marin, Marseille, forscht zum Anarchismus und hat u. a. die libertären Schriften von Albert Camus in deutscher Sprache herausgeben. In seinem Vortrag stellt er den algerischen „Messalismus" als Bewegung vor, der innerhalb der europäischen Linken völlig in Vergessenheit geraten ist.

Eine Kooperationsveranstaltung der Geschichtswerkstatt Göttingen e.V. mit dem Ver.di Ortsverein Göttingen und dem Buchladen Rote Straße.

Sonntag, 7. Oktober 2018, 14:30 - 16:00 Uhr

Lebensgeschichten niederländischer NS-Zwangsarbeiter. Eine Führung durch die Ausstellung „Auf der Spur europäischer Zwangsarbeit“

mit Paulien Veenstra (Studentin der Sprachwissenschaft)

Ort: Ausstellungsraum in der BBS II, Godehardstraße 11 in Göttingen

Bis zu 60.000 Menschen mussten während des Zweiten Weltkriegs in Göttingen und Umgebung Zwangsarbeit leisten. Sie kamen aus allen Teilen Europas. Die Dauerausstellung „Auf der Spur europäischer Zwangsarbeit. Südniedersachsen 1939-1945" ist ihrem Schicksal gewidmet. Auch aus den Niederlanden wurden Menschen von den deutschen Besatzern in die Region gebracht. Was Zwangsarbeit für sie bedeutete, macht diese thematische Ausstellungsführung am Beispiel der Lebensgeschichten zweier Niederländer deutlich. Erzählt wird von den Tätigkeiten, die sie verrichten mussten, von den Lagern, in denen sie untergebracht waren, und von den Gefahren, denen sie ausgesetzt waren. Berichtet wird aber auch über ihr Leben vor der Verschleppung und über die Art und Weise, wie sie nach der Befreiung mit ihren Erfahrungen umgingen.

Die Führung ist kostenlos, um eine Spende wird gebeten.

Voranmeldung: info@zwangsarbeit-in-niedersachsen.eu oder Tel. 0551 / 50 76 45 54

Veranstaltet von der Dauerausstellung „Auf der Spur europäischer Zwangsarbeit in Südniedersachsen 1939-1945" und die Geschichtswerkstatt Göttingen e.V.

Darüber hinaus hat die Ausstellung am 7. Oktober 2018 von 14.00-17.00 Uhr für Einzelbesucher geöffnet.

 

Sonntag, 13. Mai 2018

Alltag der Zwangsarbeit | Eine Thematische Führung durch die Ausstellung

Mit Frauke Klinge von der Geschichtswerkstatt Göttingen

15.00 Uhr | Dauer ca. 1 Stunde
Ort: Dauerausstellung "Auf der Spur europäischer Zwangsarbeit. Südniedersachsen 1939-1945" in den Ausstellungsraum in der BBS II, Godehardstraße 11 in Göttingen

Zwangsarbeit war ein Massenphänomen, das im Zweiten Weltkrieg auch in der Region Göttingen überall sichtbar war. Wie und wo lebten die nach Deutschland verschleppten Menschen? Wo arbeiteten sie? Wurden sie entlohnt? Gab es Freizeit für sie? Wie war der Kontakt mit Deutschen? Wie prägte der nationalsozialistische Rassismus das Leben der Zwangsarbeitenden? Eine Führung zum Alltag und zur Alltäglichkeit der Zwangsarbeit.

Dauer: 1 Stunde | Die Führung ist kostenlos, um eine Spende wird gebeten.

Eine Anmeldung unter info@zwangsarbeit-in-niedersachsen.eu oder telefonsich unter 0551 / 29 34 69 01 wird empfohlen.

Mehr Informationen unter: www.zwangsarbeit-in-niedersachsen.eu

Am Sonntag, den 13. Mai 2018 ist Internationaler Museumstag!

Die Ausstellung „Auf der Spur europäischer Zwangsarbeit. Südniedersachsen 1939-1945" ist von 11:30 bis 16:30 Uhr geöffnet.

Adresse:
Godehardstraße 11, 37073 Göttingen (Berufsbildende Schulen BBS II)
Telefon: 0551/ 29 34 69 01
Email: info@zwangsarbeit-in-niedersachsen.eu

Mehr Informationen unter: www.zwangsarbeit-in-niedersachsen.eu

Sonntag, 6. Mai 2018, 14:00 bis ca. 16:30 Uhr

„Von der Konditorei zur Messtechnik“: NS-Zwangsarbeit in Göttingen: Ein Stadtrundgang mit dem Fahrrad

Treffpunkt | Ausstellungsraum, Godehardstraße 11, Göttingen
14.00 Uhr | Dauer ca. 2,5 Stunden

Mit Lisa Grow, Geschichtswerkstatt Göttingen, und Günther Siedbürger, Geschichtswerkstatt Duderstadt

Zwangsarbeitende waren in fast jedem denkbaren Wirtschaftsbereich tätig, von Gaststätten und Hotels über die Mühle bis hin zum Krankenhaus und zur Munitionsfabrik, in kirchlichen Einrichtungen, Kommunen und Privathaushalten. Sie prägten das tägliche Bild in der Stadt Göttingen. Ohne sie wäre die deutsche Wirtschaft zusammengebrochen. Viele deutsche Betriebe haben von dem Einsatz ausländischer Zwangsarbeitender wirtschaftlich profitiert.
Die Rundfahrt beginnt am Ausstellungsort „Auf der Spur europäischer Zwangsarbeit. Südniedersachsen 1939-1945" und schlängelt sich durch Teile der West- und der Südstadt und endet auf dem Stadtfriedhof. Mit dem Fahrrad folgen wir der Spur der Zwangsarbeit in Eisenbahnbetrieben, Messtechnik-Unternehmen und anderen kriegswichtigen Industrien sowie in Unterkünften und Lagern für Zwangsarbeitende.

Die Führung ist kostenlos, um eine Spende wird gebeten.
Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Bitte das Fahrrad mitbringen!

Sonntag, 8. April 2018, 14.30 Uhr bis ca. 16:00 Uhr

Führung durch die Ausstellung: Blick hinter die Kulisse: Ausstellung "Auf der Spur europäischer Zwangsarbeit. Südniedersachsen 1939-1945"

Mit Günther Siedbürger, Geschichtswerkstatt Duderstadt e.V.


Ort | Ausstellungsraum in der BBS II, Godehardstraße 11, Göttingen


Die internationale Ausstellung, die seit April 2015 dauerhaft in Göttingen gezeigt wird, beleuchtet in 13 Stationen das Leben von Menschen, die während des Zweiten Weltkriegs nach Südniedersachsen verschleppt wurden und hier Zwangsarbeit leisten mussten. Sie zeigt, wie tief das System der Zwangsarbeit in Südniedersachsens Wirtschaft und Bevölkerung verankert war. In einer Führung und einem Hintergrundgespräch berichtet eine_r der Ausstellungsmache_/innen Günther Siedbürger von der Geschichtswerkstätten Duderstadt über die internationale Zusammenarbeit und Resonanz, regionale Schwierigkeiten, Begegnungen mit Betroffenen und den Plänen zur Weiterentwicklung der Ausstellung.
Außerdem sind die Lebensläufe der Zwangsarbeitenden, weit über den Abschnitt der Zwangsarbeit in Deutschland hinaus, in vielen Filminterviews dokumentiert. Sie haben nach der Führung Gelegenheit diese Beiträge anzuhören und selbst in der Ausstellung die vielen Dokumente und Erinnerungen ehemaliger Zwangsarbeitender zu sichten.

Eine Anmeldung unter info@zwangsarbeit-in-niedersachsen.eu oder telefonisch unter 0551 / 29 34 69 01 wird empfohlen.

Dauer: ca. 1,5 Stunden | Die Führung ist kostenlos, um eine Spende wird gebeten.

Dienstag, 30. Januar 2018, 15:00 Uhr

Medizin in Göttingen im Nationalsozialismus – Zwangsarbeitende als Personal und Patienten des alten Universitätsklinikums. | Stadtteilrundgang

Start/Treffpunkt in Göttingen: Schranke Goßlerstraße / Ecke Käte-Hamburger-Weg

Mit Frauke Klinge und Cornelia Krapp von der Geschichtswerkstatt Göttingen

Der Rundgang über das Gelände des alten Universitätsklinikums zwischen Goßlerstraße und Humboldtallee gibt eine Einführung in die Göttinger Klinikumsgeschichte und die Entwicklung der Medizinischen Fakultät in der NS-Zeit. Themen sind außerdem: Zwangssterilisationen in der Frauenklinik, die Rolle von Hebammen in der NS-Zeit sowie Zwangsarbeiter_innen als Patient_innen und Personal im Klinikum. Zum Abschluss geht es um den (aktuellen) Umgang der Medizinischen Fakultät mit ihrer nationalsozialistischen Vergangenheit. Der Rundgang endet im Bereich Humboldtallee.

Dauer: 2 Stunden | Der Eintritt ist frei, um eine Spende wird gebeten.

Veranstaltet von der Geschichtswerkstatt Göttingen und die und die Dauerausstellung "Auf der Spur europäischer Zwangsarbeit Südniedersachsen 1939 – 1945" im Rahmen der Veranstaltungs­reihe "Gedenken an die Opfer des National­sozialismus" 2017/2018.

Samstag, 20. Januar 2018, 9:00 bis 16:00 Uhr

Zwangsarbeit im Nationalsozialismus. Eine Spurensuche | Ein Workshop für Jugendliche

Ort: Ausstellung „Auf der Spur europäischer Zwangsarbeit. Südniedersachsen 1939-1945" in der BBS II, Godehardstraße 11

Mit Petra Zeyen (Geschichtswerkstatt Göttingen) und Roland Zeyen (Geschichtswerkstatt Duderstadt)

Über 12 Mio. Zivilarbeitskräfte, Konzentrationslager-Häftlinge und Kriegsgefangene aus allen besetzten Gebieten mussten im Verlauf des Zweiten Weltkriegs in Deutschland Zwangsarbeit leisten. Zwangsarbeiter_innen gehörten somit zur „Normalität" des NS-Alltags. In der Ausstellung "Auf der Spur europäischer Zwangsarbeit Südniedersachsen 1939 - 1945" werden wir einen Einblick in dieses düstere Kapitel deutscher Vergangenheit gewinnen. Wir nähern uns in unterschiedlichen Formen dem Thema über Quellenstudium, Zeitzeugeninterviews und dem Erstellen einzelner Biographien. Das Projekt ist für Jugendliche zwischen 15 und 18 Jahre konzipiert und lässt viel Raum für selbstständiges Arbeiten.

Der Workshop ist kostenlos, um eine Spende wird gebeten.

Voranmeldung: info@zwangsarbeit-in-niedersachsen.eu oder 0551 /50 76 45 54

Veranstaltet von der Geschichtswerkstatt Göttingen und die Dauerausstellung "Auf der Spur europäischer Zwangsarbeit Südniedersachsen 1939 – 1945" im Rahmen der Veranstaltungs­reihe "Gedenken an die Opfer des National­sozialismus" 2017/2018.

Sonntag, 14. Januar 2018, 15:00 Uhr

Allgemeine Führung durch die Ausstellung "Auf der Spur europäischer Zwangsarbeit Südniedersachsen 1939 – 1945"

Ort: Ausstellungsraum in der BBS II, Godehardstraße 11 in Göttingen

Mit Günther Siedbürger, Geschichtswerkstatt Duderstadt

Die Dauerausstellung zeigt wie NS-Zwangsarbeit in der Region aussah. Sie war das nationalsozialistische Unrecht, das die größte Anzahl an Menschen traf. Zur Arbeit gezwungene Ausländer und Ausländerinnen waren in praktisch jedem Bereich der deutschen Kriegswirtschaft tätig, überall in den Städten und Dörfern präsent und schwebten in ständiger Gefahr. Die Führung wird auf die Lebenswege einzelner Zwangsarbeitender eingehen, Zwangsarbeitsplätze in Südniedersachsen beleuchten und die verschiedenen europäischen Perspektiven auf dieses Verbrechen darstellen.

Eine Anmeldung unter info@zwangsarbeit-in-niedersachsen.eu oder telefonsich unter 0551 / 29 34 69 01 wird empfohlen.

Dauer: 1 bis 1,5 Stunden | Die Führungen sind kostenlos, um eine Spende wird gebeten.

Veranstaltet von der Geschichtswerkstatt Göttingen und die Dauerausstellung "Auf der Spur europäischer Zwangsarbeit Südniedersachsen 1939 – 1945."

Montag, 4. Dezember, 19:00 Uhr

Zeitzeichen Zwangsarbeit. Was braucht es für ein Gedenken aus heutiger Sicht?

Ort: Holbornsches Haus, Rote Straße 43, Göttingen

Mit Lisa Grow (Geschichtswerkstatt Göttingen und Dauerausstellung "Auf der Spur europäischer Zwangsarbeit in Südniedersachsen 1939-1945"), Ute Delimat (Geschichtswerkstatt Duderstadt), Henrik Schütt (Denkort Bunker Valentin, Bremen).

Moderation: Agnieszka Zimowska (DGB-Kreisverbandes)

Im Laufe des Zweiten Weltkriegs wurden über 13 Millionen Menschen – Männer, Frauen und Kinder – aus besetzten Ländern zur Zwangsarbeit nach Deutschland angeworben, dienstverpflichtet oder gewalttätig deportiert. NS-Zwangsarbeit war ein Massenverbrechen, das auf einem rassistischen Menschenbild basierte. Noch heute lassen sich die Spuren dieses Unrecht in vielen Familien aufspüren, die nach 1945 in der Bundesrepublik geblieben oder später eingewandert sind. Wie können ihre Perspektiven zur Gedenkpolitik und zur Auseinandersetzung mit dem Nationalsozialismus in der heutigen Gesellschaft beitragen?
Mit Referent_innen des Denkortes „Bunker Valentin" (Bremen) und der Ausstellung „Auf der Spur europäischer Zwangsarbeit in Südniedersachsen 1939-1945" (Göttingen) sowie mit der Tochter einer Zeitzeugin, Ute Delimat (Geschichtswerkstatt Duderstadt), machen wir die transnationale Geschichte der Zwangsarbeit und ihre Konsequenzen für die nächsten Generationen begreifbar.

Veranstaltet von DGB-Kreisverband Göttingen, Geschichtswerkstatt Göttingen und Dauerausstellung „Auf der Spur europäischer Zwangsarbeit in Südniedersachsen 1939-1945" im Rahmen der Veranstaltungs­reihe "Gedenken an die Opfer des National­sozialismus" 2017/2018

Sonntag, 21. Mai 2017, 14:00 bis ca. 16:30 Uhr

„Von der Konditorei zur Messtechnik“: NS-Zwangsarbeit in Göttingen | Ein Stadtrundgang mit dem Fahrrad

Am 21. Mai 2017 ist Internationaler Museumstag!

Unter dem Motto „Spurensuche. Mut zur Verantwortung" öffnen wir die Ausstellung

„Auf der Spur europäischer Zwangsarbeit. Südniedersachsen 1939-1945"
13:00-17:00 Uhr.

Und wir laden zur Spurensuche mit dem Fahrrad zu Orten von NS-Zwangsarbeit in Göttingen ein:

„Von der Konditorei zur Messtechnik": NS-Zwangsarbeit in Göttingen:
Ein Stadtrundgang mit dem Fahrrad

Mit Lisa Grow, Geschichtswerkstatt Göttingen, und Günther Siedbürger, Geschichtswerkstatt Duderstadt

14.00 Uhr, Dauer ca. 2,5 Stunden | Treffpunkt | Ausstellungsraum, Godehardstraße 11, Göttingen

Zwangsarbeitende waren in fast jedem denkbaren Wirtschaftsbereich tätig, von Gaststätten und Hotels über die Mühle bis hin zum Krankenhaus und zur Munitionsfabrik, in kirchlichen Einrichtungen, Kommunen und Privathaushalten. Sie prägten das tägliche Bild in der Stadt Göttingen. Ohne sie wäre die deutsche Wirtschaft zusammengebrochen. Viele deutsche Betriebe haben von dem Einsatz ausländischer Zwangsarbeitender wirtschaftlich profitiert.

Die Rundfahrt beginnt am Ausstellungsort „Auf der Spur europäischer Zwangsarbeit. Südniedersachsen 1939-1945" und schlängelt sich durch Teile der West- und der Südstadt und endet auf dem Stadtfriedhof. Mit dem Fahrrad folgen wir der Spur der Zwangsarbeit in Eisenbahnbetrieben, Messtechnik-Unternehmen und anderen kriegswichtigen Industrien sowie in Unterkünften und Lagern für Zwangsarbeitende.

Dauer: ca. 2,5 Stunden

Die Führung ist kostenlos, um eine Spende wird gebeten.
Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Bitte das Fahrrad mitbringen!

Montag, 30. Januar 2017, 15:30 bis 17:00 Uhr

Von der Konditorei zur Messtechnik. Stadtfuhrung zur NS-Zwangsarbeit in Göttingen

Mit Lisa Grow (Geschichtswerkstatt Göttingen) und Günther Siedbürger (Geschichtswerkstatt Duderstadt)

Treffpunkt: Johanniskirchhof, Göttingen

Zwangsarbeitende waren in fast jedem denkbaren Wirtschaftsbereich tätig, von Gaststätten und Hotels über die Mühle bis hin zum Krankenhaus und zur Munitionsfabrik, beim Friseur und beim Bäcker, als Molkereiwagenfahrer und bei der Müllabfuhr, in kirchlichen Einrichtungen, Kommunen und Privathaushalten. Sie prägten das tägliche Bild in der Stadt Göttingen. Ohne sie wäre die deutsche Wirtschaft zusammengebrochen. Viele deutsche Betriebe haben von dem Einsatz ausländischer Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeiter wirt¬schaft¬lich profitiert. Der Rundgang führt durch die Göttinger Innenstadt und endet am Bahnhof.

Über die folgenden Bereiche wird es Informationen geben: Zwangsarbeiter und Zwangsarbeiterinnen im Göttinger Alltag, Göttinger Kleinbetriebe: Konditorei, Bäckereien, Hotels etc., Unterkünfte und Lager für Zwangsarbeitende, Eisenbahnbetriebe, Messtechnik.

Dauer: ca. 1,5 Stunden | Die Führung ist kostenlos, um eine Spende wird gebeten.

Eine Anmeldung ist nicht erforderlich

Gefördert durch die Geschichtswerkstatt Göttingen e.V. und das Göttinger Bündnis/ Veranstaltungs­reihe "Gedenken an die Opfer des National­sozialismus".

Samstag, 19. November 2016, 10:00 - 13:00

Allgemeine Führung durch die Ausstellung

Mit Petra Zeyen, Geschichtswertkstatt Göttingen

Ort: Ausstellungsraum in der BBS II, Godehardstraße 11 in Göttingen
Einlass 10.00 Uhr

Die Dauerausstellung "Auf der Spur europäischer Zwangsarbeit Südniedersachsen 1939-1945" dokumentiert die Lebensschicksale von angeworbenen, dienstverpflichteten oder auf gewaltsame Weise deportierten Menschen aus den besetzten europäischen Ländern, die während des Zweiten Weltkriegs zur Zwangsarbeit nach Südniedersachsen gebracht wurden. Eine Besonderheit der Ausstellung liegt in ihrer europäischen Perspektive.

Die Lebensgeschichten polnischer, niederländischer und italienischer Zwangsarbeitender werden von Wissenschaftlern aus diesen Ländern dargestellt. Außerdem sind die Lebensläufe der Zwangsarbeitenden, weit über den Abschnitt der Zwangsarbeit in Deutschland hinaus, in vielen Filminterviews dokumentiert. Sie haben nach der Führung Gelegenheit diese Beiträge anzuhören und selbst in der Ausstellung die vielen Dokumente und Erinnerungen ehemaliger Zwangsarbeitender zu sichten.

Dauer: 3 Stunden
Zum Abschluss gibt es Kaffee und Kuchen.

Eine Teilnahme ist nur nach vorheriger Anmeldung bei der Volkshochschule Göttingen Osterrode möglich: www.vhs-goettingen.de - VHS Kursnummer 16H01440 - direkte Link hier

Kursgebühr: 7 Euro

Kooperationsveranstaltung mit der Volkshochschule Göttingen Osterrode

Freitag, 18. November 2016, 17:00 - 19:30h

Blick hinter die Kulisse: Ausstellung "Auf der Spur europäischer Zwangsarbeit. Südniedersachsen 1939-1945"

Mit Günther Siedbürger, Geschichtswerkstatt Duderstadt e.V.

Ort: Ausstellungsraum in der BBS II, Godehardstraße 11 in Göttingen

Die internationale Ausstellung, die seit April 2015 dauerhaft in Göttingen gezeigt wird, beleuchtet in 13 Stationen das Leben von Menschen, die während des Zweiten Weltkriegs nach Südniedersachsen verschleppt wurden und hier Zwangsarbeit leisten mussten. Sie zeigt, wie tief das System der Zwangsarbeit in Südniedersachsens Wirtschaft und Bevölkerung verankert war. In einer Führung und einem Hintergrundgespräch berichtet eine/r der Ausstellungsmacher/innen von den Geschichtswerkstätten Duderstadt und Göttingen über die internationale Zusammenarbeit und Resonanz, regionale Schwierigkeiten, Begegnungen mit Betroffenen und den Plänen zur Weiterentwicklung der Ausstellung.

Dauer: 2,5 Stunden

Kursgebühr: 12 Euro

Eine Teilnahme ist nur nach vorheriger Anmeldung bei der Volkshochschule Göttingen Osterrode möglich: www.vhs-goettingen.de - VHS Kursnummer 16H01080 - direkte Link hier

Kooperationsveranstaltung mit der Volkshochschule Göttingen Osterrode

Freitag, 17. Juni 2016, 19.00 Uhr

Fotografie und Kriegsberichterstattung im Warschauer Aufstand 1944 | Ein Vortrag mit Bildern

Mit David Rojkowski, Ausstellungspartner, Redaktionsmitglied Leica Fotografie International, Hamburg

Ort: Ausstellungsraum in der BBS II, Godehardstraße 11 in Göttingen

Einlass 18.00 Uhr | Darüber hinaus hat die Ausstellung von 10.00-16.00 Uhr für Einzelbesucher geöffnet.

Am 1. August 1944 bricht in Warschau ein Aufstand der polnischen Heimatarmee gegen die deutsche Besatzungsmacht aus. Das Ziel lautet, Warschau zu befreien und Polens Unabhängigkeit von der Sowjetunion zu demonstrieren. Doch der Plan geht nicht auf, die Hilfe der Alliierten bleibt aus. Nach über zwei Monaten Kampf liegt die Stadt in Trümmern, 180.000 Menschen finden den Tod, Zahntausende werden in Konzentrationslager und zur Zwangsarbeit deportiert.

Der Vortrag wirft einen kritischen Blick auf die fotografische Kriegsberichterstattung über den Aufstand in deutscher und polnischer Presse während seiner Dauer. Insbesondere wird dabei das Augenmerk auf die mediale Verwertung des Krieges und der Eignung von Fotos als historische Quellen gelegt.

Präsentiert werden vorrangig publizierte Bilder von Mitgliedern des Büros für Information und Propaganda der Heimatarmee sowie Angehörigen der Propagandakompanien der Wehrmacht und SS. Ihre Motive und ihre Darstellungsweisen werden in Berichten der polnischen Aufstandspresse und deutscher Medien verglichen.

Dauer: ca. 1,5 Stunden | Die Veranstaltung ist kostenlos, um eine Spende wird gebeten.

Gefördert durch | Landschaftsverband Südniedersachsen e.V., Geschichtswerkstatt Göttingen e.V. sowie durch Spenden von Einzelpersonen

Freitag, 10. Juni 2016, 19.00 Uhr

Wie die Göttinger Infanterie die sowjetische Zivilbevölkerung zur Zwangsarbeit presste | Ein Vortrag

Zum 75. Jahrestag des Deutschen Überfalls auf die Sowjetunion

Mit Martin Heinzelmann, Lokalhistoriker

Ort: Ausstellungsraum in der BBS II, Godehardstraße 11 in Göttingen

Einlass 18.00 Uhr | Darüber hinaus hat die Ausstellung von 10.00-16.00 Uhr für Einzelbesucher geöffnet.

Millionen von Zivilistinnen und Zivilisten wurden während des Zweiten Weltkriegs zur Zwangsarbeit ins Deutsche Reich verschleppt. Den größten Anteil davon machten Menschen aus dem Gebiet der damaligen Sowjetunion aus. Häufig waren es Einheiten der Wehrmacht, die diese Deportationen durchführten.

Das in Göttingen beheimatete 82. Infanterieregiment nahm als Teil der 31. Infanteriedivision vom ersten Tag an am deutschen Überfall auf die Sowjetunion teil. Es war dort auf vielfältige Weise am Vernichtungs- und Raubkrieg der Wehrmacht beteiligt. So auch an der Verschleppung von Zivilistinnen und Zivilisten zur Zwangsarbeit. Der Vortrag gibt einen Einblick in Umfang und Vorgehensweise bei diesem Verbrechen.

Dauer: ca. 1,5 Stunden | Die Veranstaltung ist kostenlos, um eine Spende wird gebeten.

Gefördert durch | Landschaftsverband Südniedersachsen e.V., Geschichtswerkstatt Göttingen e.V. sowie durch Spenden von Einzelpersonen

 

Sonntag, 5. Juni 2016, 15.00 Uhr

Alltag der Zwangsarbeit | Eine Thematische Führung durch die Ausstellung

Mit Frauke Klinge von der Geschichtswerkstatt Göttingen

Ort: Ausstellungsraum in der BBS II, Godehardstraße 11 in Göttingen

Darüber hinaus hat die Ausstellung am 5. Juni von 14.00-17.00 Uhr für Einzelbesucher geöffnet.

Zwangsarbeit war ein Massenphänomen, das im Zweiten Weltkrieg auch in der Region Göttingen überall sichtbar war. Wie und wo lebten die nach Deutschland verschleppten Menschen? Wo arbeiteten sie? Wurden sie entlohnt? Gab es Freizeit für sie? Wie war der Kontakt mit Deutschen? Wie prägte der nationalsozialistische Rassismus das Leben der Zwangsarbeitenden? Eine Führung zum Alltag und zur Alltäglichkeit der Zwangsarbeit.

Dauer: 1 Stunde | Die Führung ist kostenlos, um eine Spende wird gebeten.

Eine Anmeldung unter info@zwangsarbeit-in-niedersachsen.eu oder
telefonsich unter 0551 / 29 34 69 01 wird empfohlen.

Gefördert durch | Landschaftsverband Südniedersachsen e.V., Geschichtswerkstatt Göttingen e.V. sowie durch Spenden von Einzelpersonen

Freitag, 3. Juni 2016, 19.30 Uhr

Gefangene der eigenen Erinnerung | Eine Lesung mit Musik

Mit Ute Delimat (Text) und Daiva Schumann (Musik/Harfe)

Ort: Ausstellungsraum in der BBS II, Godehardstraße 11 in Göttingen

Einlass 18.00 Uhr | Darüber hinaus hat die Ausstellung am 3. Juni von 10.00-16.00 Uhr für Einzelbesucher geöffnet.

Über das Schicksal ihrer Mutter hat die Göttingerin Ute Delimat eine biografische Lesung erarbeitet. Sie erzählt von der Verschleppung der 13-jährigen Wiktoria 1940 durch deutsche Soldaten aus ihrem Zuhause in Polen, dem Transport in menschenüberfüllten Güterwaggons, der Arbeit in der Zuckerfabrik Obernjesa. Die junge Zwangsarbeiterin wurde geschlagen und gedemütigt, sie musste in bewachten Baracken leben und verlor Eltern und Geschwister durch den Krieg. Schließlich fand sie eine zweite Heimat bei einem Bauern im Landkreis Göttingen.

Dauer: 1 Stunde | Die Lesung ist kostenlos, um eine Spende wird gebeten.

Eine Anmeldung unter info@zwangsarbeit-in-niedersachsen.eu oder
telefonsich unter 0551 / 29 34 69 01 wird empfohlen.

Gefördert durch | Landschaftsverband Südniedersachsen e.V., Geschichtswerkstatt Göttingen e.V. sowie durch Spenden von Einzelpersonen

Sonnabend, 21. Mai 2016

Mit dem Bus zu Orten von NS-Zwangsarbeit im Landkreis Göttingen | Eine Exkursion

Mit Günther Siedbürger von der Geschichtswerkstatt Duderstadt

Treffpunkt | Reisebusparkplatz am Bahnhof Göttingen

Uhrzeit/Dauer | 11.45 h am Treffpunkt, 12.00 h Abfahrt | Rückkehr ca. 17.00 h

Auf diesen Fahrten werden wir historische Orte von NS-Zwangsarbeit in der Region aufsuchen. Fotos und Schrift-dokumente sowie Kurzvorträge werden an den verschiedenen Stationen der Fahrt die vielfältigen Aspekte des erzwungenen Arbeitseinsatzes von Ausländerinnen und Ausländern deutlich machen. Dies geschieht im unmittel-baren Umfeld der heutigen Gestalt dieser damaligen „Einsatzorte". Dabei wird deutlich, dass es sich hierbei um das nationalsozialistische Kriegsverbrechen handelt, das den größten Umfang hatte und mit Abstand am tiefsten in den Alltag der einheimischen Bevölkerung integriert war. Als „Fremde" waren die Zwangsarbeitenden in der Region weitgehend entrechtet und prägten zugleich das tägliche Bild in Dörfern und Städten, während sie die deutsche Wirtschaft im Krieg unfreiwillig vor dem Zusammenbruch bewahrten.
Die besuchten Orte sind ein wesentlicher Bestandteil der Lebenswelt heutiger Schülerinnen und Schüler. Dies bietet einen hervorragenden Ansatzpunkt zur Behandlung von Themen wie Nationalsozialismus oder Geschichte von „Fremden" in der Region.

Fahrt 1 | Nord/Ost | Sonnabend, 23. April 2016

Thematisch wird es z.B. um die Rüstungsindustrie auf dem Dorf und in der Kleinstadt, die Landwirtschaft und das Handwerk gehen sowie um Widerstand und Repression, Lebensgeschichten polnischer und italienischer Zwangs-arbeitender und das Schicksal hier geborener Zwangsarbeiterkinder, Misshandlungen und den Umgang mit dem Thema in den Nachkriegsjahren. Fahrtziele sind u.a.: Reyershausen, Bilshausen, Rhumspringe, Duderstadt, Nesselröden, Groß Lengden, Reinhausen.

Fahrt 2 | Süd/West | Sonnabend, 21. Mai 2016

Wir werden u.a. auch die Eisenbahn, die Forstwirtschaft und das Gesundheitswesen in das Blickfeld nehmen, auf Spielräume der einheimischen Bevölkerung eingehen und Kontrolle und Verfolgung bis hin zu Straflagern und Hinrichtungen behandeln. Fahrtziele sind u.a.: Rosdorf, Sieboldshausen, Obernjesa, Hedemünden, Hann. Münden, Hemeln, Dransfeld.

Zielgruppen | Die Fahrten sind für Interessierte jeden Alters offen, Vorwissen ist hilfreich, aber nicht erforderlich. An einzelnen Stationen werden kleinere Abschnitte zu Fuß bewältigt. An der Teilnahme von Lehrkräften aus Schulen der Region sind wir besonders interessiert. Es können maximal 30 Personen teilnehmen.

Kostenbeitrag | 5 Euro pro Teilnehmer pro Fahrt | Verpflegung (Brote, Getränke) bitte selbst mitbringen! Die Fahrten können einzeln gebucht werden.

Tickets sind direkt in der Ausstellung zu den Öffnungszeiten erhältlich! | Voranmeldung |
Bitte per E-Mail an info@zwangsarbeit-in-niedersachsen.eu oder telefonisch unter
0551/ 29 34 69 01.

Gefördert durch | Landschaftsverband Südniedersachsen e.V., Partnerschaft für Demokratie im Landkreis Göttingen, Geschichtswerkstatt Göttingen e.V., Geschichtswerkstatt Duderstadt e.V. sowie durch Spenden von Einzelpersonen

Freitag, 29. April 2016, 16.00 Uhr

Medizin in Göttingen im Nationalsozialismus. Zwangarbeitende als Personal und Patienten des alten Universitätsklinikums | Ein Stadtteilrundgang

Mit Frauke Klinge und Cornelia Krapp von der Geschichtswerkstatt Göttingen

Start/Treffpunkt in Göttingen: Schranke Goßlerstraße / Ecke Käte-Hamburger-Weg

Der Rundgang über das Gelände des alten Universitätsklinikums zwischen Goßlerstraße und Humboldtallee gibt eine Einführung in die Göttinger Klinikumsgeschichte und die Entwicklung der Medizinischen Fakultät in der NS-Zeit. Themen sind außerdem: Zwangssterilisationen in der Frauenklinik, die Rolle von Hebammen in der NS-Zeit sowie ZwangsarbeiterInnen als PatientInnen und Personal im Klinikum. Zum Abschluss geht es um den (aktuellen) Umgang der Medizinischen Fakultät mit ihrer nationalsozialistischen Vergangenheit.

Dauer: ca. 1,5 Stunden | Die Führung ist kostenlos, um eine Spende wird gebeten.

Gefördert durch | Landschaftsverband Südniedersachsen e.V., Geschichtswerkstatt Göttingen e.V. sowie durch Spenden von Einzelpersonen

Sonnabend, 23. April 2016

Mit dem Bus zu Orten von NS-Zwangsarbeit im Landkreis Göttingen | Eine Exkursion

Mit Günther Siedbürger von der Geschichtswerkstatt Duderstadt

Treffpunkt | Reisebusparkplatz am Bahnhof Göttingen

Uhrzeit/Dauer | 11.45 h am Treffpunkt, 12.00 h Abfahrt | Rückkehr ca. 17.00 h

Auf diesen Fahrten werden wir historische Orte von NS-Zwangsarbeit in der Region aufsuchen. Fotos und Schrift-dokumente sowie Kurzvorträge werden an den verschiedenen Stationen der Fahrt die vielfältigen Aspekte des erzwungenen Arbeitseinsatzes von Ausländerinnen und Ausländern deutlich machen. Dies geschieht im unmittel-baren Umfeld der heutigen Gestalt dieser damaligen „Einsatzorte". Dabei wird deutlich, dass es sich hierbei um das nationalsozialistische Kriegsverbrechen handelt, das den größten Umfang hatte und mit Abstand am tiefsten in den Alltag der einheimischen Bevölkerung integriert war. Als „Fremde" waren die Zwangsarbeitenden in der Region weitgehend entrechtet und prägten zugleich das tägliche Bild in Dörfern und Städten, während sie die deutsche Wirtschaft im Krieg unfreiwillig vor dem Zusammenbruch bewahrten.
Die besuchten Orte sind ein wesentlicher Bestandteil der Lebenswelt heutiger Schülerinnen und Schüler. Dies bietet einen hervorragenden Ansatzpunkt zur Behandlung von Themen wie Nationalsozialismus oder Geschichte von „Fremden" in der Region.

Fahrt 1 | Nord/Ost | Sonnabend, 23. April 2016

Thematisch wird es z.B. um die Rüstungsindustrie auf dem Dorf und in der Kleinstadt, die Landwirtschaft und das Handwerk gehen sowie um Widerstand und Repression, Lebensgeschichten polnischer und italienischer Zwangs-arbeitender und das Schicksal hier geborener Zwangsarbeiterkinder, Misshandlungen und den Umgang mit dem Thema in den Nachkriegsjahren. Fahrtziele sind u.a.: Reyershausen, Bilshausen, Rhumspringe, Duderstadt, Nesselröden, Groß Lengden, Reinhausen.

Fahrt 2 | Süd/West | Sonnabend, 21. Mai 2016

Wir werden u.a. auch die Eisenbahn, die Forstwirtschaft und das Gesundheitswesen in das Blickfeld nehmen, auf Spielräume der einheimischen Bevölkerung eingehen und Kontrolle und Verfolgung bis hin zu Straflagern und Hinrichtungen behandeln. Fahrtziele sind u.a.: Rosdorf, Sieboldshausen, Obernjesa, Hedemünden, Hann. Münden, Hemeln, Dransfeld.

Zielgruppen | Die Fahrten sind für Interessierte jeden Alters offen, Vorwissen ist hilfreich, aber nicht erforderlich. An einzelnen Stationen werden kleinere Abschnitte zu Fuß bewältigt. An der Teilnahme von Lehrkräften aus Schulen der Region sind wir besonders interessiert. Es können maximal 30 Personen teilnehmen.

Kostenbeitrag | 5 Euro pro Teilnehmer pro Fahrt | Verpflegung (Brote, Getränke) bitte selbst mitbringen! Die Fahrten können einzeln gebucht werden.

Tickets sind direkt in der Ausstellung zu den Öffnungszeiten erhältlich! |Voranmeldung |
Bitte per E-Mail an info@zwangsarbeit-in-niedersachsen.eu oder telefonisch unter
0551/ 29 34 69 01.

Gefördert durch | Landschaftsverband Südniedersachsen e.V., Partnerschaft für Demokratie im Landkreis Göttingen, Geschichtswerkstatt Göttingen e.V., Geschichtswerkstatt Duderstadt e.V. sowie durch Spenden von Einzelpersonen

Sonntag, 3. April 2016, 15.00 Uhr

Allgemeine Führung durch die Ausstellung „Auf der Spur europäischer Zwangsarbeit. Südniedersachsen 1939-1945"

mit Lara Jungkind, Geschichtsstudentin an der Universität Göttingen

Ort: Ausstellungsraum in der BBS II, Godehardstraße 11 in Göttingen

Darüber hinaus hat die Ausstellung am 3. April von 14.00-17.00 Uhr für Einzelbesucher geöffnet.

Zur Arbeit gezwungene AusländerInnen waren in praktisch jedem Bereich der deutschen Kriegswirtschaft tätig, überall in den Städten und Dörfern präsent und schwebten in ständiger Gefahr. Die Führung wird auf die Lebenswege einzelner Zwangsarbeitender eingehen, Zwangs-Arbeitsplätze in Südniedersachsen beleuchten und die verschiedenen europäischen Perspektiven auf dieses Verbrechen darstellen.

Dauer: 1 Stunde | Die Führungen sind kostenlos, um eine Spende wird gebeten.

Eine Anmeldung unter info@zwangsarbeit-in-niedersachsen.eu oder
telefonisch unter 0551 / 29 34 69 01 wird empfohlen.

Gefördert durch | Landschaftsverband Südniedersachsen e.V., Geschichtswerkstatt Göttingen e.V. sowie durch Spenden von Einzelpersonen

Sonntag, 6. März 2016, 14.00 und 15.30 Uhr

Öffentliche Führungen durch die Ausstellung „Auf der Spur europäischer Zwangsarbeit. Südniedersachsen 1939-1945“

14.00 Uhr Führung fällt leider aus!
15.30 Uhr mit Lara Jungkind, Geschichtsstudentin an der Universität Göttingen

Ort: Ausstellungsraum in der BBS II, Godehardstraße 11 in Göttingen

Darüber hinaus hat die Ausstellung am 6. März von 14.00-17.00 Uhr für Einzelbesucher geöffnet.

Zur Arbeit gezwungene AusländerInnen waren in praktisch jedem Bereich der deutschen Kriegswirtschaft tätig, überall in den Städten und Dörfern präsent und schwebten in ständiger Gefahr. Die Führung wird auf die Lebenswege einzelner Zwangsarbeitender eingehen, Zwangs-Arbeitsplätze in Südniedersachsen beleuchten und die verschiedenen europäischen Perspektiven auf dieses Verbrechen darstellen.

Dauer: 1 Stunde | Die Führungen sind kostenlos, um eine Spende wird gebeten.


Eine Anmeldung unter info@zwangsarbeit-in-niedersachsen.eu oder
telefonisch unter 0551 / 29 34 69 01 wird empfohlen.

Gefördert durch | Landschaftsverband Südniedersachsen e.V., Geschichtswerkstatt Göttingen e.V. sowie durch Spenden von Einzelpersonen

Freitag. 4. März 2016, 19.00 Uhr

Was sagen uns die Bilder? Betrachtungen über private Fotografien der NS-Zwangsarbeit | Ein Vortrag mit Bildern

Mit David Rojkowski, Ausstellungspartner, Redaktionsmitglied Leica Fotografie International, Hamburg

Ort: Ausstellungsraum in der BBS II, Godehardstraße 11 in Göttingen

Einlass 18.00 Uhr | Darüber hinaus hat die Ausstellung von 10.00-16.00 Uhr für Einzelbesucher geöffnet.

Sind Fotografien wie Schriftdokumente zu betrachten? Kann man sie als historische Belege und zur Erzählung über die NS-Zwangsarbeit verwenden? Und wenn ja, in welcher Zusammenstellung und mit welchem Kommentar? Anders als Schriftdokumente sagen Fotografien oft kein Wort zum Zeitpunkt ihres Entstehens, zum Verfasser und Empfänger. Aber sie haben meistens einen vielschichtigen Hintergrund.
Anhand von verschiedenen visuellen Erzählmustern wird in dem Vortrag auf diese Fragen eingegangen. Eine Auswahl an persönlichen Fotosammlungen ehemaliger ZwangsarbeiterInnen stellt außerdem diese Fotos in ihrer heutigen Funktion vor.

Die Veranstaltung ist kostenlos, um eine Spende wird gebeten.

Eine Anmeldung unter info@zwangsarbeit-in-niedersachsen.eu oder
telefonsich unter 0551 / 29 34 69 01 wird empfohlen.

Gefördert durch | Landschaftsverband Südniedersachsen e.V., Geschichtswerkstatt Göttingen e.V. sowie durch Spenden von Einzelpersonen

Sonntag, 7. Februar 2016, 15.00 Uhr

Alltag der Zwangsarbeit — Eine thematische Führung durch die Ausstellung „Auf der Spur europäischer Zwangsarbeit. Südniedersachsen 1939-1945“

Mit Frauke Klinge, Geschichtswerkstatt Göttingen

Ort: Ausstellungsraum in der BBS II, Godehardstraße 11 in Göttingen

Zwangsarbeit war ein Massenphänomen, das im Zweiten Weltkrieg auch in der Region Göttingen überall sichtbar war. Wie und wo lebten die nach Deutschland verschleppten Menschen? Wo arbeiteten sie? Wurden sie entlohnt? Gab es Freizeit für sie? Wie war der Kontakt mit Deutschen? Wie prägte der nationalsozialistische Rassismus das Leben der Zwangsarbeitenden? Eine Führung zum Alltag und zur Alltäglichkeit der Zwangsarbeit.

Dauer: 1 Stunde | Die Führung ist kostenlos, um eine Spende wird gebeten.
Eine Anmeldung unter info@zwangsarbeit-in-niedersachsen.eu oder telefonisch unter 0551 / 29 34 69 01 wird empfohlen.

Darüber hinaus hat die Ausstellung am 7. Februar von 14.00-17.00 Uhr für Einzelbesucher geöffnet.

Gefördert durch | Landschaftsverband Südniedersachsen e.V., Geschichtswerkstatt Göttingen e.V. sowie durch Spenden von Einzelpersonen

Freitag, 5. Februar 2016, 19:30 Uhr

Gefangene der eigenen Erinnerung — Eine Lesung mit Musik

Mit Ute Delimat (Text) und Daiva Schumann (Musik/Harfe)

Ort: Ausstellungsraum in der BBS II, Godehardstraße 11 in Göttingen

Über das Schicksal ihrer Mutter hat die Göttingerin Ute Delimat eine biografische Lesung erarbeitet. Sie erzählt von der Verschleppung der 13-jährigen Wiktoria 1940 durch deutsche Soldaten aus ihrem Zuhause in Polen, dem Transport in menschenüberfüllten Güterwaggons, der Arbeit in der Zuckerfabrik Obernjesa. Die junge Zwangsarbeiterin wurde geschlagen und gedemütigt, sie musste in bewachten Baracken leben und verlor Eltern und Geschwister durch den Krieg. Schließlich fand sie eine zweite Heimat bei einem Bauern im Landkreis Göttingen.

Dauer: 1 Stunde | Die Lesung ist kostenlos, um eine Spende wird gebeten.
Eine Anmeldung unter info@zwangsarbeit-in-niedersachsen.eu oder
telefonisch unter 0551 / 29 34 69 01 wird empfohlen.

Gefördert durch | Landschaftsverband Südniedersachsen e.V., Geschichtswerkstatt Göttingen e.V. sowie durch Spenden von Einzelpersonen

Sonnabend, 30. Januar 2016, 14.00 Uhr

Widerstand, Resistenz und Verfolgung in Göttingen — Ein Stadtrundgang

Mit Joachim Bons, Rainer Driever, Lisa Grow und Günther Siedbürger

Treffpunkt: Platz zwischen Johanniskirchhof und Stadtbibliothek — Ecke Paulinerstraße / Gotmarstraße 8, Göttingen

Der Stadtrundgang führt zurück in die Anfangszeit des Nationalsozialismus in Göttingen. SozialdemokratInnen, GewerkschafterInnen, KPD und andere linksgerichtete Kräfte waren erklärte Ziele der Verfolgung durch das neue Regime. Wir zeigen Orte dieser ersten Repressionswelle ab Frühjahr 1933 und gehen anhand der Geschichten ausgewählter AkteurInnen auf antifaschistischen Widerstand und Resistenz in Göttingen ein. Zudem werden Streiflichter die Schicksale ausländischer Zwangsarbeitender in Göttingen beleuchten.

Dauer: ca. 1,5 Stunden | Die Führung ist kostenlos, um eine Spende wird gebeten.

Donnerstag, 21. Januar 2016, 19.30 Uhr

Widerstand und Selbstbehauptung in Göttingen von 1933 bis 1945 — der Internationale Sozialistische Kampfbund (ISK) — Ein Vortrag

Mit Rainer Driever, Göttingen

Ort: Buchladen Rote Straße, Nikolaikirchhof 7, Göttingen

Der 1925 in Göttingen ins Leben gerufene ISK hatte bis Ende 1931 seine Bundeszentrale in der Stadt. Seine im Vergleich zu anderen Organisationen wenigen Mitglieder entwickelten einen überproportionalen Einfluss auf das Göttinger linke politische Milieu. Als einzige politische Kraft bereitete sich der Kampfbund früh auf die Illegalität vor. Der Vortrag stellt den Widerstand des ISK vor und zeichnet seinen Weg im Nationalsozialismus nach.

Veranstaltet von der Geschichtswerkstatt Göttingen e.V. in Kooperation mit dem Buchladen Rote Straße.

Sonntag, 6. Dezember 2015

Zwei öffentliche Führungen durch die Ausstellung

Ort: Ausstellungsraum in der BBS II, Godehardstraße 11 in Göttingen

14.00 Uhr
Thematische Führung mit Cornelia Krapp und Lisa Grow, Geschichtswerkstatt Göttingen

Zwangsarbeit im Nationalsozialismus wird anhand der Lebensgeschichte einer Jugendlichen aus Polen veranschaulicht. Von Wehrmachtssoldaten gefangen genommen und aus ihrem Heimatdorf entführt, wurde sie nach Südniedersachsen deportiert. Jahrelang musste sie hier Zwangsarbeit leisten. Wie sah ihr Leben als Zwangsarbeitende aus Osteuropa aus? Welche rassistischen Gesetze und Vorurteile bestimmten ihren Alltag, ihre Überlebenschancen und ihre Handlungsstrategien? Wie empfand sie ihre Befreiung im April 1945, und welche Spielräume hatte sie danach, ihr Leben zu gestalten?
Dauer: 1 bis 1,5 Stunden

------------------------

15.30 Uhr
Allgemeine Führung durch die Ausstellung mit Veronika Hilberath, Göttingen

Die Dauerausstellung zeigt wie NS-Zwangsarbeit in der Region aussah. Sie war das nationalsozialistische Unrecht, das die größte Anzahl an Menschen traf. Zur Arbeit gezwungene Ausländer und Ausländerinnen waren in praktisch jedem Bereich der deutschen Kriegswirtschaft tätig, überall in den Städten und Dörfern präsent und schwebten in ständiger Gefahr. Die Führung wird auf die Lebenswege einzelner Zwangsarbeitender eingehen, Zwangsarbeitsplätze in Südniedersachsen beleuchten und die verschiedenen europäischen Perspektiven auf dieses Verbrechen darstellen.

Dauer: 1 bis 1,5 Stunden | Die Führungen sind kostenlos, um eine Spende wird gebeten.
Eine Anmeldung unter info@zwangsarbeit-in-niedersachsen.eu oder
telefonisch unter 0551 / 29 34 69 01 wird empfohlen.

------------------------

Darüber hinaus hat die Ausstellung am 6. Dezember von 14.00-17.00 Uhr für Einzelbesucher geöffnet.

Gefördert durch | Landschaftsverband Südniedersachsen e.V., Geschichtswerkstatt Göttingen e.V. sowie durch Spenden von Einzelpersonen

Freitag, 27. November 2015, 16.00 Uhr

Allgemeine Führung durch die Ausstellung

Mit Günther Siedbürger, Geschichtswerkstatt Duderstadt

Ort: Ausstellungsraum in der BBS II, Godehardstraße 11 in Göttingen

Die Dauerausstellung zeigt wie NS-Zwangsarbeit in der Region aussah. Sie war das nationalsozialistische Unrecht, das die größte Anzahl an Menschen traf. Zur Arbeit gezwungene Ausländer und Ausländerinnen waren in praktisch jedem Bereich der deutschen Kriegswirtschaft tätig, überall in den Städten und Dörfern präsent und schwebten in ständiger Gefahr. Die Führung wird auf die Lebenswege einzelner Zwangsarbeitender eingehen, Zwangsarbeitsplätze in Südniedersachsen beleuchten und die verschiedenen europäischen Perspektiven auf dieses Verbrechen darstellen.

Eine Anmeldung unter info@zwangsarbeit-in-niedersachsen.eu oder
telefonisch unter 0551 / 29 34 69 01 wird empfohlen.

Dauer: 1 bis 1,5 Stunden | Die Führungen sind kostenlos, um eine Spende wird gebeten.

Gefördert durch | Landschaftsverband Südniedersachsen e.V., Geschichtswerkstatt Göttingen e.V. sowie durch Spenden von Einzelpersonen

Freitag, 13.November 2015, 15.30 Uhr

Stadtrundgang zu NS-Zwangsarbeit in Duderstadt

Mit Götz Hütt und Günther Siedbürger von der Geschichtswerkstatt Duderstadt

Start/Treffpunkt: Vor dem historischen Rathaus, Marktstraße 66

Zwangsarbeit war das nationalsozialistische Verbrechen, das die größte Anzahl an Menschen traf. Zur Arbeit gezwungene Ausländer waren in praktisch jedem Bereich der deutschen Kriegswirtschaft tätig und überall im Stadtbild präsent. Auf unserem Rundgang werden wir Orte aufsuchen, die diese Tatsache plastisch machen, und zeigen, dass Zwangsarbeit in Duderstadt auch jenseits des KZ-Arbeitskommandos in vielfacher Form existierte. Informationen zum Thema und zur Geschichtswerkstatt Duderstadt hier.

Dauer: 2 Stunden
Die Führung ist kostenlos, um eine Spende wird gebeten.

Donnerstag, 5. November 2015, 15.00 Uhr

Stadtteilrundgang: Medizin in Göttingen im Nationalsozialismus – Zwangarbeitende als Personal und Patienten des alten Universitätklinikums

Mit Frauke Klinge und Cornelia Krapp von der Geschichtswerkstatt Göttingen

Start/Treffpunkt in Göttingen: Schranke Goßlerstraße / Ecke Käte-Hamburger-Weg

Der Rundgang über das Gelände des alten Universitätsklinikums zwischen Goßlerstraße und Humboldtallee gibt eine Einführung in die Göttinger Klinikumsgeschichte und die Entwicklung der Medizinischen Fakultät in der NS-Zeit. Themen sind außerdem: Zwangssterilisationen in der Frauenklinik, die Rolle von Hebammen in der NS-Zeit sowie ZwangsarbeiterInnen als PatientInnen und Personal im Klinikum. Zum Abschluss geht es um den (aktuellen) Umgang der Medizinischen Fakultät mit ihrer nationalsozialistischen Vergangenheit. Der Rundgang endet im Bereich Humboldtallee.

Dauer: 2 Stunden
Die Führung ist kostenlos, um eine Spende wird gebeten.

Sonntag, 1. November 2015

Öffentliche Führungen durch die Ausstellung „Auf der Spur europäischer Zwangsarbeit. Südniedersachsen 1939-1945“

14.00 Uhr mit Günther Siedbürger, Geschichtswerkstatt Duderstadt
15.30 Uhr mit Lara Jungkind, Geschichtsstudentin an der Universität Göttingen

Ort: Ausstellungsraum in der BBS II, Godehardstraße 11 in Göttingen

Seit dem April 2015 zeigt die Dauerausstellung „Auf der Spur europäischer Zwangsarbeit. Südniedersachsen 1939-1945", wie NS-Zwangsarbeit in der Region aussah. Sie war das nationalsozialistische Unrecht, das die größte Anzahl an Menschen traf. Zur Arbeit gezwungene Ausländer und Ausländerinnen waren in praktisch jedem Bereich der deutschen Kriegswirtschaft tätig, überall in den Städten und Dörfern präsent und schwebten in ständiger Gefahr. Die Führung wird auf die Lebenswege einzelner Zwangsarbeitender eingehen, Zwangsarbeitsplätze in Südniedersachsen beleuchten und die verschiedenen europäischen Perspektiven auf dieses Verbrechen darstellen.

Dauer: 1 bis 1,5 Stunden | Die Führungen sind kostenlos, um eine Spende wird gebeten.
Eine Anmeldung unter info@zwangsarbeit-in-niedersachsen.eu oder telefonisch unter 0551 / 29 34 69 01 wird empfohlen.

Darüber hinaus hat die Ausstellung am 1. November von 14.00-17.00 Uhr für Einzelbesucher geöffnet.

Sonntag, 11. Oktober 2015, 14.00 Uhr

NS-Zwangsarbeit im Kalibergbau Volpriehausen. Führung und Rundgang

Mit Detlev Herbst vom Kalibergbaumuseum Volpriehausen

Start/Treffpunkt: Kalibergbaumuseum Volpriehausen, Wahlbergstr. 1, 37170 Uslar-Volpriehausen

Der Rundgang beginnt im Kalibergbaumuseum Volpriehausen und führt über das Gelände des ehemaligen Kali-Bergwerks bzw. der Heeresmunitionsanstalt. Hier mussten im Zweiten Weltkrieg u. a. Jugendliche aus dem Jugend-KZ Moringen Zwangsarbeit leisten. Es werden Fahrgemeinschaften zum alten Schachtgelände gebildet.

Eine Kooperationsveranstaltung zwischen dem Kalibergbaumuseum Volpriehausen und der Göttinger Ausstellung „Auf der Spur europäischer Zwangsarbeit. Südniedersachsen 1939-1945". Informationen zum Thema  hier. Volpriehausen ist DB-Station an der Strecke Northeim-Bodenfelde.

Dauer: ca. 2 Stunden
Der Eintritt ist frei, um eine Spende für das Kalibergbaumuseum Volpriehausen wird gebeten.

Dienstag, 28. April 2015 | 17.30 bis 20.00 Uhr

Führung durch die Ausstellung "Auf der Spur europäischer Zwangsarbeit. Südniedersachsen 1939-1945" im Rahmen des Bildungswerks Ver.di After-Work-Bildung


Führung durch die Ausstellung mit Günther Siedbürger und Lisa Grow

Ort: Ausstellungsraum in der BBS II, Godehardstr. 11, 37073 Göttingen

Die von einer internationalen Projektgruppe um die Geschichtswerkstätten Göttingen und Duderstadt erarbeitete Ausstellung „Auf der Spur europäischer Zwangsarbeit. Südniedersachsen 1939-1945" wird am 17. April 2015 in eigens umgebauten Räumlichkeiten der Berufsbildenden Schulen II Göttingen neu eröffnet und als Dauerausstellung gezeigt. Die Führung wird nicht nur inhaltlich über NS-Zwangsarbeit informieren, sondern auch die Besonderheit der Ausstellung in ihrer europäischen Perspektive vermitteln, die die unterschiedlichen aktuellen europäischen Sichtweisen wiederspiegelt und einen Eindruck vom kooperativen Entstehungsprozess der Ausstellung gibt.

Die Ausstellung soll die Grundlage eines Denk- und Erinnerungsortes zum Thema Nationalsozialismus in Südniedersachsen bilden, den es im Landkreis Göttingen bisher noch nicht gibt. Über die Absicht, hier einen dauerhaften Ort der Begegnung für Jugendliche und ein allgemeines Publikum zu schaffen, der zur Auseinandersetzung mit dem Nationalsozialismus und damit verknüpften aktuellen Themen einlädt, wollen wir berichten und diskutieren.

Eine Teilnahme ist kostenlos, aber auf 20 Personen begrenzt.

Bitte beim Bildungswerk Ver.di anmelden! Email: goettingen@bw-verdi.de, Tel. 0551/47188.
Mehr Informationen unter: www.bw-verdi.de/vor-ort/goettingen/after-work-bildung.html
Wegweiser hier

Freitag, 17. April 2015, 17 Uhr

Eröffnung der Dauerausstellung zu Zwangsarbeit in Südniedersachsen

Mit Musik, Lesung, Tanz und der internationalen Projektgruppe im Beisein von Zeitzeuginnen

Ort: Godehardstraße 11, Göttingen, Mensa der Berufsbildenden Schulen II Göttingen - BBS II

Am 17. April 2015 – 70 Jahre nach der Befreiung im Raum Göttingen (8. April 1945) durch den Einmarsch von US-Soldaten – wird die Ausstellung zur Zwangsarbeit in Südniedersachsen in eigenen Räumlichkei­ten in der Berufsbildenden Schulen II Göttingen (BBS II) eröffnet werden.  Wegweiser hier

Der Eintritt ist frei. Spenden sind erwünscht.

Eröffnungsveranstaltung veranstaltet von der Geschichtswerkstatt Göttingen und der Geschichtswerkstatt Duderstadt und gefördert durch:

  • Stiftung niedersächsische Gedenkstätten
  • Landschaftsverband Südniedersachsen e.V.
  • Sparkasse Göttingen
  • Geschichtswerkstatt Göttingen e.V.
  • Spenden von Einzelpersonen

Mehr Informationen unter: www.zwangsarbeit-in-niedersachsen.eu


Programm

Einführende Vidoeclip | Zwangsarbeit im Nationalsozialismus

Begrüßung | Geschichtswerkstätten Göttingen und Duderstadt

Grußworte | Bernhard Reuter, Landrat Göttingen | Dagmar Schlapeit-Beck, Stadträtin Göttingen | Frauke Heiligenstadt, Kultusministerin Niedersachsen | Flavio Rodilosso, Generalkonsul Italien

Rede | Rolf Keller, Stiftung niedersächische Gedenkstätten

Zwangsarbeit und Befreiung 1945 - multimedialer Vortrag | Lisa Grow, Geschichtswerkstatt Göttingen | Günther Siedbürger, Geschichtswerkstatt Duderstadt

Musik | Lesung | Tanz
Lieder für Überlebende | Johan Meijer, Liedermacher, Stichting Holländerei/ NL

Gefangene der eigenen Erinnerung | art la danse, Göttingen | Ute Delimat, Leserin | Marie Theres Zechiel, Tänzerin | Daiva Schumann, Harfistin

Musikalische Intermezzi | Musikschule des Landkreises Göttingen | Sabine Gottschalk, Violinistin | Daiva Schumann, Harfistin

Im Anschluss | Eine Führung durch die Ausstellung

 
Downloads:

Freitag, 30. Januar 2015, 15 Uhr

Widerstand, Resistenz und Verfolgung in Göttingen — Ein Stadtrundgang

Treffpunkt: Platz zwischen dem Johanniskirchhof und der Stadtbibliothek – Ecke Paulinerstraße/ Gotmarstraße 8, Göttingen | Dauer: ca. 1,5 Std

Der Stadtrundgang führt zurück in die Zeit des Nationalsozialismus in Göttingen. Sozialdemokraten, Gewerkschafter, KPD und andere linksgerichtete Kräfte waren erklärte Ziele der Verfolgung durch das neue Regime. Wir zeigen Orte dieser ersten Repressionswelle ab Frühjahr 1933 und gehen anhand der Geschichten ausgewählter Akteure auf antifaschistischen Widerstand und Resistenz in Göttingen ein. Zudem werden Streiflichter die Schicksale ausländischer Zwangsarbeitender in Göttingen beleuchten.

Veranstaltet von der Geschichtswerkstatt Göttingen und der Geschichtswerkstatt Duderstadt
Eine Veranstaltung aus der Reihe "Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus"

Dienstag, 20. Januar 2015, 19.30 Uhr

Beispiele von Verfolgung, Widerstand und Resistenz in Göttingen in der Konsolidierungsphase des Regimes

Ein Vortrag von Dr. Rainer Driever, Göttingen

Ort: Buchladen Rote Straße, Nikolaikirchhof 7, Göttingen

Im Frühjahr 1933 wurden aus politischen Gegnern der Nationalsozialisten deren erste Opfer, die mit einer Welle von Schutzhaft überzogen wurden. Inwieweit bestanden noch Handlungsmöglichkeiten für die meist linksgerichteten Schutzhäftlinge? Der Vortrag wird anhand von Beispielen auf Möglichkeiten und Grenzen des Widerstandes in Göttingen in der Frühphase des Regimes eingehen und dabei die dafür zentralen Personen und Gruppierungen in den Blick nehmen.

Eine Veranstaltung der Geschichtswerkstatt Göttingen in Kooperation mit dem Buchladen Rote Straße.
Eine Veranstaltung aus der Reihe "Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus"

Samstag, 1. Februar 2014, 14.00 Uhr

Psychiatrie im Nationalsozialismus - Ein Rundgang

Ein Rundgang mit der Geschichtswerkstatt Göttingen e.V. auf dem Gelände des Asklepios Fachklinikums Göttingen

Treffpunkt: Hauptgebäude des Asklepios Fachklinikums Göttingen, Rosdorfer Weg 70 - am Klinikmodell | Dauer: ca. 1,5 Std

Der Rundgang führt vom neuen Hauptgebäude des ehemaligen Landeskrankenhauses (LKH) in den alten Innenhof der Klinik und zur Dauerausstellung „Psychiatrie im Nationalsozialismus". Thematisiert werden Ausgrenzung, Zwangssterilisation und Ermordung von psychisch kranken und behinderten Menschen, die in der NS-Zeit PatientInnen der Klinik waren.

Kosten: 2 Euro pro Person

Veranstalterin: Geschichtswerkstatt Göttingen e.V.

----------------------------

Mit dem Rundgang möchten wir auf das Theaterstück FRIDAS WEG der Theaterwerkstatt Göttingen hinweisen. Das Theaterstück für Jugendliche ab 14 Jahren verknüpft das Thema Behinderung und Kunst mit Fragen nach der verleugneten Verantwortung der Täter für die Kindereuthanasie in der NS-Zeit.
Aufführungen: Montag, 27. Januar 2014 um 19.30 Uhr und Dienstag, 28. Januar 2014
im Studio des Deutschen Theaters Göttingen
Karten: 14,50 Euro / 9,50 Euro ermäßigt
Weitere Infos unter: www.theaterwerkstatt-goettingen.de und www.dt-goettingen.de

Donnerstag, 30. Januar 2014, 14 Uhr 

Geschichte Göttingens im Nationalsozialismus - Ein Stadtrundgang

Treffpunkt: Aula der Universität, Wilhelmsplatz 1, Göttingen - Dauer: ca. 1,5 Std

Mit diesem neu konzipierten Stadtrundgang möchte die Geschichtswerkstatt Göttingen einen Einblick in den Alltag der Göttinger Bevölkerung zur Zeit des Nationalsozialismus vermitteln. Anhand von ausgewählten Themen richten wir den Blick nicht nur auf die Opfer von Entrechtung, Verfolgung und Deportation, sondern auch auf die Täter und Täterinnen vor Ort. Stationen des Rundgangs werden u.a. die Göttinger Universität im Nationalsozialismus, die Situation an den Schulen, die Bedeutung der NS-Zwangsarbeit und die Verfolgung der jüdischen Bevölkerung sein.

Eintritt frei - Spenden erwünscht!

Veranstaltet von der Geschichtswerkstatt Göttingen im Rahmen der Veranstaltungsreihe "Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus"

4. Mai 2013, 14.00 Uhr

Das Albani-Viertel im Nationalsozialismus - Eine Führung

Treffpunkt: An der Info-Litfasssäule auf dem Albanikirchhof - Dauer ca. 1 Stunde

Die Geschichtswerkstatt Göttingen e.V. ist einer der vielen Kooperationspartner des Büchertages. und bietet eine Führung um das Albani-Viertel an. Ausgewählten Themen sind:

  • Bücherverbrennung am 10. Mai 1933 auf dem Albaniplatz
  • Orte der Zwangsarbeit
  • Judendeportation

Außerdem ist die Geschichtswerkstatt und ihre älteren und neueren Publikationen  mit einem Bücherflohmarktstand vertreten. Vorbeischauen lohnt sich!

Samstag, 19. Januar 2013, 14.00 Uhr

Psychiatrie im Nationalsozialismus - Ein Rundgang

Rundgang mit der Geschichtswerkstatt Göttingen e.V. auf dem Gelände des Asklepios Fachklinikums Göttingen

Treffpunkt: Hauptgebäude des Asklepios Fachklinikums Göttingen,
Rosdorfer Weg 70 - am Klinikmodell

Der Rundgang führt vom neuen Hauptgebäude des ehemaligen Landeskrankenhauses (LKH) in den alten Innenhof der Klinik und zur Dauerausstellung „Psychiatrie im Nationalsozialismus". Thematisiert werden Ausgrenzung, Zwangssterilisation und Ermordung von psychisch kranken und behinderten Menschen, die in der NS-Zeit PatientInnen der Klinik waren. Auch die ambivalente Rolle der Anstaltsleiters Gottfried Ewald und das lange Schweigen über die NS-Aktivitäten seines Nachfolgers Gerhard Kloos werden beleuchtet.

Kosten: 2 Euro pro Person - Dauer ca. 1,5 Stunden

Veranstalterin: Geschichtswerkstatt Göttingen e.V.

----------------------------

Mit dem Rundgang möchten wir auf das Theaterstück FRIDAS WEG der Theaterwerkstatt Göttingen hinweisen. Das Theaterstück für Jugendliche ab 14 Jahren verknüpft das Thema Behinderung und Kunst mit Fragen nach der verleugneten Verantwortung der Täter für die Kindereuthanasie in der NS-Zeit.
Premiere am Donnerstag, 17. Januar 2013 um 19.30 Uhr, Torhaus-Galerie (am Stadtfriedhof), Kasseler Landstr. 1, Göttingen. Karten 11 Euro/ erm. 7 Euro
Weitere Termine / Infos unter: www.theaterwerkstatt-goettingen.de

Samstag, 15. Dezember 2012, 19.30 Uhr

"Zugang erwünscht". Film  über das ehemalige Jugendkonzentrationslager für Mädchen und junge Frauen Uckermark

Ort: Buchladen Rote Straße, Nikolaikirchhof 7, Göttingen

1997 haben feministische Aktivist_innen begonnen,  die Geschichte des Jugend-KZ Uckermark aus dem Vergessen zu holen. Mittlerweile gibt es auch Pläne staatlicher Institutionen, einen Gedenkort zu errichten. Konträre Positionen zur Gedenkpolitik stehen sich gegenüber. Zwei Aktivistinnen der "Initiative für einen würdigen Gedenkort ehemaliges KZ Uckermark e.V." werden den gerade fertig gestellten Film "Zugang erwünscht" vorstellen und aus ihrer Praxis berichten.

Eintritt frei - Spenden erwünscht!

Veranstaltet von der Geschichtswerkstatt Göttingen e.V. und dem Buchladen Rote Straße im Rahmen der Veranstaltungsreihe "Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus"

Dienstag, 20. November 2012, 20.00 Uhr

"Mordsgeschäfte". Krimilesung mit dem Autor Martin Sudermann

Ort: Buchladen Rote Straße, Nikolaikirchhof 7, Göttingen

Ein Kriminalroman, der ein Familienporträt mit den Spuren des Nationalsozialismus in der Gegenwart verknüpft.

Eintritt frei - Spenden erwünscht!

Veranstaltet von der Geschichtswerkstatt Göttingen e.V. und dem Buchladen Rote Straße im Rahmen der Veranstaltungsreihe "Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus"

----------------------------

Buch:
Martin Sudermann: Mordsgeschäfte. Ein Sauerland-Krimi, Erfurt 2012, Sutton-Verlag, 12 Euro

15. September 2012 ● 20 Uhr

¡Ay, Carmela! - Eine Revue zum Spanischen Bürgerkrieg mit „CONTRAVIENTO“

Kino Lumière ● Geismarlandstr. 19, Göttingen
Eintritt: 8 Euro / 6 Euro ermäßigt

Vor 76 Jahren – im Oktober 1936 – landeten die ersten Freiwilligen in Spanien, um die republikanischen Truppen gegen den Militärputsch General Francos zu unterstützen. Insgesamt kämpften in den Jahren 1936 – 1939 bis zu 40.000 Interbrigadisten aus 50 Ländern gegen den Faschismus in Spanien. Von Beginn an wurde Franco von Hitler und Mussolini militärisch unterstützt. Die brutale Niederlage der spanischen Republik war der Vorbote des zweiten Weltkrieges.

Die Revue „Ay, Carmela!" bringt uns alte Bilder, Gedichte, u. a. von García Lorca und Pablo Neruda sowie Volkslieder aus Spanien und anderen Ländern näher. In der Zeit des Bürgerkrieges wurden sie umgetextet und waren den Kämpfern um die Republik Trost und Ansporn. Noch heute werden sie in den verschiedenen Sprachen gesungen. Wie das Lied „Ay, Carmela!", eines der bekanntesten Lieder der Antifaschisten in Spanien.

Musik, Texte, Bilder von und  „CONTRAVIENTO" mit Isabel Lipthay (Chile), Martin Firgau (Deutschland) und Claudia Lahn (Italien/Deutschland)

Das Duo CONTRAVIENTO besteht seit 1986 aus Isabel Lipthay (Chile), Martin Firgau (Deutschland). Ihr Repertoire umfasst Stücke verschiedener lateinamerikanischer Musiker ergänzt durch eigene Kompositionen. Die Lieder sind ein Spiegel der Verletzungen, der Liebe, der Ausbeutung, der Freude, der Arbeit, der Hoffnung, des alltäglichen Lebens dieses Kontinents. Außer Gitarre und Stimme verwenden sie auch Andeninstrumente wie Charango, Quena und Bombo sowie einige weitere lateinamerikanische und afrikanische Instrumente. Oft arbeiten sie thematisch in Verbindung mit Musik, Texten von Isabel und Projektionen zu Themen wie Krieg & Frieden, Diktatur & Menschenrechte, Pablo Neruda, Mercedes Sosa, Frida Kahlo, Víctor Jara, Spanischer Bürgerkrieg, ... www.contraviento.de

Claudia Lahn, deutsch-Italienerin, wurde 1959 in Madrid geboren. Die Freude an der Musik verdankt sie den verschiedenen Einflüssen aus ihrer Kindheit: eine Schallplatte mit Liedern von F. G. Lorca, Flamenco und Sevillanas. Italienische Partisanenlieder lernte sie von der Mutter, später folgten Lieder der Protestbewegung. Anfang der 80er Jahre kamen lateinamerikanische, insbesondere chilenische Lieder hinzu. Lieder, die in den Herzen der Menschen sind, die für Freiheit und eine gerechtere Welt kämpfen. Singen ist für sie wie Atmen, Ausdruck, Trost und Leidenschaft, dabei begleitet sie sich mit der Gitarre oder dem Cuatro.

Veranstalterin: Geschichtswerkstatt Göttingen
Förderung durch: Geschichtswerkstatt Göttingen; Rosa-Luxemburg-Stiftung Niedersachsen; Rosa-Luxemburg-Club Göttingen

Neues Buch zur Zwangsarbeit in Göttingen erschienen:

Von der Konditorei zur Messtechnik. NS-Zwangsarbeit in Göttingen. - Ein Stadtrundgang zu Fuß und mit dem Fahrrad

Buchdeckel NS-Zwangsarbeit in GöttingenZwangsarbeit im Nationalsozialismus ist ein Thema von großer Vielschichtigkeit und voller überraschender Facetten. Das vorliegende Buch soll dazu dienen, NS-Zwangsarbeit in der Stadt Göttingen auf anschauliche Art näher zu erkunden.Anhand ausgewählter Stationen wird verdeutlicht, wie präsent Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeiter im Göttinger Alltag waren. Die aus den besetzten Gebieten deportierten Frauen und Männer, die in privaten Haushalten, öffentlichen Einrichtungen und Firmen in Göttingen Zwangsarbeit verrichten mussten, waren ein Teil der Gesellschaft und konnten nicht übersehen werden.

In dieser Publikation ergänzen einige thematische Schwerpunkte und biographische Portraits die Auswahl der Stationen.Sie kann daher sowohl als Hintergrundlektüre nach einem geführten Rundgang dienen als auch ein „Wegweiser“ für alle sein, die die Stationen auf eigene Faust aufspüren möchten. Neue, bisher unveröffentlichte Berichte von Betroffenen zeigen, wie das nationalsozialistische Göttingen aus der Sicht ausländischer Zwangsarbeitender aussah.

Dieser Stadtrundgang ist in zwei Teile aufgeteilt. Er beginnt mit einer Collage kurzer Informationen an verschiedenen Orten der unmittelbaren Innenstadt, um einen Eindruck von der Vielfältigkeit der von Zwangsarbeit Betroffenen, ihrer Dienstherren und -herrinnen sowie der gesetzlichen Regelungen zu vermitteln. Der erste Teil führt zu Fuß durch die Innenstadt und endet am Bahnhof. Der zweite Abschnitt beginnt am Gedenkstein auf der Bahnhofsrückseite, schlängelt sich durch Teile der West- und der Südstadt und endet auf dem Stadtfriedhof. Diese Strecke lässt sich am leichtesten mit dem Fahrrad bewältigen. Vor jedem Teil des Rundgangs bietet jeweils eine Karte mit den eingezeichneten Stationen Orientierungshilfe. Fotos und andere Illustrationen helfen an jeder Station, den heute manchmal aus dem Stadtbild verschwundenen historischen Ort zu identifizieren.

----------------------

Bibliographische Angaben:
Geschichtswerkstatt Göttingen e.V. (Hg.): Von der Konditorei zur Messtechnik. NS-Zwangsarbeit in Göttingen. Ein Stadtrundgang zu Fuß und mit dem Fahrrad,
AktivDruck Verlag, Göttingen 2011, 140 Seiten, ISBN
978-3-932 210-10-5
Verkaufspreis im Buchhandel: 8,50 Euro.